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Verstopfung: Linderung und natürliche Hausmittel

Verstopfung ist ein häufiges Magen-Darm-Problem, das etwa 15–20 % der Bevölkerung betrifft und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigt. Dieser Leitfaden behandelt umfassend Definition, Ursachen, natürliche Heilmittel, Arten von Abführmitteln und wann man bei Verstopfung einen Arzt aufsuchen sollte.

12. März 2020
Dr. Emre Gecer
7 Min Lesezeit

  • Strahlen während von mindestens 25 % der Stuhlgangsvorgänge
  • Harte oder klumpige Stühle (Bristol-Stuhlskala Typ 1-2) in mindestens 25 % der Stuhlgangsvorgänge
  • Gefühl der unvollständigen Entleerung bei mindestens 25 % der Stuhlgangsvorgänge
  • Gefühl einer Anorektalobstruktion oder Verstopfung bei mindestens 25 % der Stuhlgangsvorgänge
  • Bedarf an manuellen Manövern zur Erleichterung der Defäkation bei mindestens 25 % der Stuhlgangsvorgänge
  • Weniger als 3 Spontan-Darmbewegungen pro Woche

  • Normale Transitverstopfung: der häufigste Typ. Die Darmpassagezeit ist normal, doch der Patient klagt über Verstopfung. Harte Stühle, Blähungen und Bauchbeschwerden sind typisch.
  • Verstopfung mit verlangsamtem Transit (Kolon-Inertie): Die motorische Aktivität des Dickdarms ist reduziert und der Stuhl bewegt sich nur langsam durch das Kolon. Diese Form tritt besonders bei jungen Frauen auf. Die Darmentleerung kann weniger als einmal pro Woche auftreten.
  • Stuhlgangstörungen (Ausgangsobstruktion): Schwierigkeiten beim Stuhlgang aufgrund von Koordinationsstörungen der Beckenbodenmuskulatur (Dyssynergie des Stuhlgangs) oder anatomischen Problemen (Zystocele, rektale Prolaps).

  • Medikamente: Opioide, Anticholinergika, Kalziumkanalblocker, Eisenpräparate, aluminiumhaltige Antazida, trizyklische Antidepressiva
  • Endokrine Störungen: Hypothyreose, Diabetes mellitus, Hyperparathyreoidismus, Hyperkalzämie
  • Neurologische Erkrankungen: Parkinson-Krankheit, Multiple Sklerose, Rückenmarkverletzung, Hirnsprungs Krankheit
  • Stoffwechselbedingte Ursachen: Hypokalkämie, Hypokaliämie, Uremie
  • Strukturelle Ursachen: Dickdarmkrebs, Verengungen, Mastdarmvorfall
  • Psychologische Ursachen: Depressionen, Angstzustände, Essstörungen

  • Unzureichende Ballaststoffzufuhr: Wenn die tägliche Ballaststoffaufnahme unter 25–30 g fällt, verringert sich das Stuhlvolumen und die Darmpassagezeit verlängert sich.
  • Unzureichende Flüssigkeitszufuhr: Der Dickdarm absorbiert Wasser aus dem Stuhl; bei abnehmender Flüssigkeitszufuhr werden die Stühle härter.
  • Sitzender Lebensstil: Körperliche Aktivität fördert die Darmmotilität; ein sitzender Lebensstil verlangsamt die Darmbewegungen.
  • Das Unterdrücken des Stuhldrangs: Regelmäßiges Unterdrücken des Stuhlgangs schwächt den Reflex im Laufe der Zeit.
  • Stress und Angst: Die Aktivierung des sympathischen Nervensystems verlangsamt die Darmbewegungen.
  • Reisen und Veränderungen der Routine: Zeitverschiebungen, Ernährungsumstellungen und Stress.

  • Lösliche Ballaststoffe: Haferflocken, Leinsamen, Chiasamen, Apfel, Birne, Hülsenfrüchte. Bildet im Wasser ein Gel und weicht den Stuhl auf.
  • Unlösliche Ballaststoffe: Vollkornbrot, Kleie, Gemüse, Vollkornprodukte. Fördert das Stuhlvolumen und stimuliert die Darmtätigkeit.

  • Neue Verstopfung bei Patienten über 50 Jahren
  • Blut im Stuhl oder ein positiver Okkultbluttest
  • Unerklärlicher Gewichtsverlust (mehr als 10 % in den letzten 6 Monaten)
  • Familiäre Vorgeschichte von Dickdarmkrebs
  • Fortschreitende Bauchschmerzen und Blähungen
  • Verengung des Stuhldurchmessers (Stühle wie Bleistifte)
  • Verstopfung, die trotz Lebensstiländerungen und Abführmitteln nicht besser wird
  • Wechselnde Verstopfung und Durchfall
  • Akute Obstipation mit Fieber oder Erbrechen
  • Verstopfung mit Anämie

  • Harrison's Prinzipien der Inneren Medizin, 22. Auflage — Kapitel: Durchfall und Verstopfung
  • Sleisenger und Fordtrans Gastrointestinale und Lebererkrankungen, 11. Auflage
  • Kriterien zur Diagnose funktioneller gastrointestinaler Störungen nach Rom IV, 2016
  • Attaluri A u.a.: Randomisierte klinische Studie: Getrocknete Pflaumen versus Psyllium bei Verstopfung. Aliment Pharmacol Ther. 2011;33(7):822–828
  • Rao SS et al. Diagnose und Therapie der chronischen Obstipation bei Erwachsenen. Dt. Med. Wochenschr. 2023
Dr. Emre Gecer

Dr. Emre Gecer

Autor

İlgilendiğim bazı şeyler var. Sinema kuramı, senaryo mekaniği, sanat akımları, jazz müzik, finans teorisi, python, yapay zeka, makine öğrenmesi ve tıpın ilgimi çeken konuları gibi. Bunlar hakkında not düşebileceğim, düşüncelerimi paylaşabileceğim bir alan yaratmak istedim. Birazda hayatın içinden anlar, hikayeler eklerim diye düşünüyorum. Buranın zamanla gelişeceğine inanıyorum, belki de uzun vadede bambaşka bir şeye dönüşür. Neden olmasın?