Durchfall: Ursachen, Symptome und Hausmittel
Durchfall ist eine der häufigsten Magen-Darm-Erkrankungen, die den Alltag beeinträchtigen kann. Die Ursachen reichen von einer einfachen viralen Infektion bis hin zu ernsthaften entzündlichen Darmerkrankungen. Dieser Leitfaden behandelt Typen und Ursachen von Durchfall, das Risiko der Dehydrierung, wirksame Hausmittel und wann man medizinische Hilfe in Anspruch nehmen sollte.
- Osmotische Diarrhö: tritt auf, wenn unresorbierbare, osmotisch aktive Substanzen im Darmlumen anreichern. Laktoseintoleranz, künstliche Süßstoffe mit Sorbitol und Magnesium-haltige Antazida sind Beispiele dafür. Das Hauptmerkmal ist, dass die Durchfälle aufhören, wenn der Patient fastet (und damit die Aufnahme des osmotischen Agens einstellt).
- Sekretorische Diarrhö: entsteht durch eine erhöhte aktive Sekretion von Flüssigkeit aus der Darmschleimhaut. Cholera-Toxin, Enterotoxine und bestimmte Hormon-sezernierende Tumoren (z.B. VIPom) wirken über diesen Mechanismus. Sekretorische Diarrhö lässt sich durch Fasten nicht bessern und ist typischerweise massiv und wasserhaltig.
- Entzündliche Durchfallerkrankungen: Entstehen durch Schädigung der Darmschleimhaut durch Infektionen oder entzündliche Erkrankungen. Dazu gehören Dysenterie (blutiger Durchfall), Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Fieber, Bauchschmerzen und blutig-schleimige Stühle sind häufige Begleiterscheinungen.
- Durchfall bedingt durch Motilitätsstörungen: tritt auf, wenn die beschleunigte Darmpassage zu wenig Zeit für die Flüssigkeitsaufnahme lässt. Das Reizdarmsyndrom (RDS) und eine Überfunktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) können dieses Muster verursachen.
- Virale Gastroenteritis: Die häufigsten Erreger sind Noroviren und Rotaviren. Übelkeit, Erbrechen und leichtes Fieber können auftreten. In der Regel klingt die Erkrankung innerhalb von 1–3 Tagen von selbst ab.
- Bakterielle Infektionen: Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, E. coli (insbesondere EHEC- und ETEC-Stämme), Clostridium difficile. Eine Übertragung über Lebensmittel ist häufig.
- Parasitäre Infektionen: Giardia lamblia, Entamoeba histolytica, Cryptosporidium. Die Hauptquelle ist verunreinigtes Wasser.
- Nebenwirkungen von Medikamenten: Antibiotika (insbesondere Amoxicillin-Clavulansäure, Cephalosporine), NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika), Metformin, Colchicin.
- Nahrungsmittelunverträglichkeit: der erste Ausbruch von Laktose-, Fruktose- oder Glutenempfindlichkeit.
- Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn und Colitis ulcerosa
- Zöliakie: Glutenbedingte Schädigung der Darmschleimhaut
- Reizdarmsyndrom (IBS-D): eine funktionelle Störung ohne organische Ursache
- Mikroskopische Kolitis: insbesondere bei mittelalten und älteren Frauen
- Pankreasinsuffizienz: fettiger, übel riechender Stuhl (Steatorrhoe)
- Endokrine Ursachen: Hyperthyreose, Carcinoidsyndrom, VIPom.
- Kolorektales Karzinom: insbesondere wenn es eine anhaltende Veränderung der Darmgewohnheiten gibt.
- Trockener Mund und Durst
- Dunkler Urin
- Leichte Schwäche
- Starker Durst und trockener Mund
- Verminderte Urinproduktion
- Verminderte Hautelastizität (Haut kommt langsam zurück, wenn sie eingeklemmt wird)
- Eingefallene Augen
- Schwindel und schneller Herzschlag
- Sehr geringer oder fehlender Urinabsatz
- Verwirrung und Lethargie
- Niedriger Blutdruck und Anzeichen von Schock
- Erhöhte Atemfrequenz
- Kalte und klebrige Haut
- Milch und Milchprodukte (vorübergehende Laktasemangel können auftreten)
- Fettige und frittierte Lebensmittel
- Scharfe Speisen
- Rohe Gemüse und Früchte (bevorzuge gekochte Formen)
- Kunstsüßstoffe (Sorbitol, Mannitoll)
- Blähende Lebensmittel wie Bohnen und Kichererbsen
- Alkohol und koffeinhaltige Getränke
- Loperamid (Imodium): Ein Antisekretionsmittel, das die Darmmotilität verlangsamt. Es bietet symptomatische Linderung bei leichter bis mäßiger wässriger Diarrhö. Es darf jedoch nicht bei blutiger oder fieberhafter Diarrhö, bei Kindern unter 2 Jahren oder bei C. difficile-Infektion angewendet werden.
- Bismutsubsalicylat (Pepto-Bismol): hat eine antisekretorische und leicht antimikrobielle Wirkung. Bei Reisedurchfall nützlich zur Vorbeugung und Behandlung.
- Antibiotika: nicht bei allen Durchfallerkrankungen erforderlich. Eine gezielte Antibiotikatherapie ist für bestimmte bakterielle Infektionen (z. B. Shigellen, Campylobacter, C. difficile, schwerer Reisedurchfall) vorbehalten. Der empirische Einsatz von Antibiotika kann die Resistenzförderung begünstigen.
- Infusionstherapie (IV): Patienten, die keine orale Flüssigkeitsaufnahme vertragen oder eine schwere Dehydrierung aufweisen, benötigen im Krankenhaus eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr.
- Vorziehst du Flaschenwasser oder gekochtes Wasser?
- Vermeiden Sie Eiswürfel.
- Meiden Sie untergekochene Speisen und Straßenverkäufe.
- Wähle Früchte, die du selbst schälen kannst.
- Praktiziere eine gute Handhygiene.
- Blut oder Schleim im Stuhl (Dysenterie)
- Hohe Fieber über 39°C
- Durchfall, der länger als 48 Stunden anhält (24 Stunden bei Kindern)
- Anzeichen schwerer Dehydrierung (verringertes Urinvolumen, verändertes Bewusstsein)
- Schwere Bauchschmerzen oder Bauchsteifheit
- Durchfall, der nach Antibiotikaeinnahme in den letzten 3 Monaten aufgetreten ist (verdacht auf C. difficile)
- Durchfall bei immungeschwächten Patienten
- Chronische Durchfälle mit unerklärlichem Gewichtsverlust in den letzten 6 Monaten
- Neue Veränderungen der Darmgewohnheiten bei Patienten über 50 Jahren
- Harrison's Prinzipien der Inneren Medizin, 22. Auflage — Kapitel: Durchfall und Verstopfung
- Sleisenger und Fordtrans Gastrointestinale und Lebererkrankungen, 11. Auflage
- # Kapitel: Durchfall
## Einführung
Durchfall ist eine häufige Erkrankung, die durch häufigen Stuhlgang mit lockerer oder flüssiger Konsistenz gekennzeichnet ist. Es kann durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden, darunter Infektionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Medikamente und zugrunde liegende Erkrankungen.
## Ursachen
### Infektionen
- Bakterielle Infektionen: Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, E. coli sind häufige Erreger.
- Virale Infektionen: Norovirus, Rotavirus, Adenovirus.
- Parasitäre Infektionen: Giardien, Amöben.
### Nicht-infektiöse Ursachen
- Nahrungsmittelunverträglichkeiten: Laktoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), Fruktoseintoleranz.
- Medikamente: Antibiotika, Magensäureblocker, Abführmittel.
- Funktionelle Darmerkrankungen: Reizdarmsyndrom (IBS).
- Entzündliche Darmerkrankungen: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa.
## Symptome und klinische Präsentation
- Häufiger, wässriger Stuhlgang.
- Bauchschmerzen, Krämpfe und Blähungen.
- Fieber, Schüttelfrost (bei infektiösem Durchfall).
- Dehydrierung (besonders bei Kindern und älteren Erwachsenen).
## Diagnose
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Erfassung der Symptome, Reiseanamnese, Medikamenteneinnahme.
- Stuhlkulturen: Zur Identifizierung des Erregers.
- Blutuntersuchungen: Auf Anzeichen einer Entzündung oder Dehydrierung.
- Bildgebende Verfahren: Bei Verdacht auf komplizierte oder chronische Durchfallerkrankungen.
## Behandlung
- Flüssigkeits- und Elektrolyt-Substitution: Zur Vorbeugung und Behandlung von Dehydrierung.
- Antidiarrhetika: Nur bei bedarf, um den Stuhlgang zu festigen.
- Behandlung der Grundkrankheit: Antibiotika bei bakteri - Weltgesundheitsorganisation. Faktenblatt Durchfallerkrankungen, 2024
- DuPont HL. Akute infektiöse Durchfallerkrankungen bei immunkompetenten Erwachsenen. N Engl J Med. 2014;370:1532–1540
Dr. Emre Gecer
Autor
İlgilendiğim bazı şeyler var. Sinema kuramı, senaryo mekaniği, sanat akımları, jazz müzik, finans teorisi, python, yapay zeka, makine öğrenmesi ve tıpın ilgimi çeken konuları gibi. Bunlar hakkında not düşebileceğim, düşüncelerimi paylaşabileceğim bir alan yaratmak istedim. Birazda hayatın içinden anlar, hikayeler eklerim diye düşünüyorum. Buranın zamanla gelişeceğine inanıyorum, belki de uzun vadede bambaşka bir şeye dönüşür. Neden olmasın?
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